Yacón
Pulver & Sirup

Yacon-Pulver oder Yacon-Sirup im Großhandel kaufen

Bei uns können Sie Yacon-Pulver und -Sirup in großen und kleinen Mengen im Großhandel kaufen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns unter +49 (0) 4763-94584-10 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

BIO Yacon Pulver HMW

Unser feines, beiges Yacon-Pulver oder auch Yakon-Pulver (getrockneter Extrakt der Yacon-Pflanze) mit dem charakteristisch süßen Geruch und Geschmack stammt aus sorgfältig geernteten Yacon-Wurzeln, die im kontrolliert biologischen Anbau kultiviert wurden. Dieses Produkt ist ein natürlicher Ballaststofflieferant, reich an Inulin und Oligofructose.

  • Gebindegröße

    20 kg, Box

  • Mindestbestellmenge (MOQ)

    20 kg

BIO Yacon Sirup HMW

Unser flüssiges Yakonsirup oder auch Yacon-Sirup mit dem charakteristisch süßen Geruch und Geschmack stammt aus sorgfältig geernteten Yacon-Wurzeln, die im kontrolliert biologischen Anbau kultiviert wurden.

  • Gebindegröße

    30 kg, Fässer

  • Mindestbestellmenge (MOQ)

    30 kg

Yacon – Das Superfood aus Südamerika

Yacon ist eine aufregende Entdeckung in der Welt der Lebensmittel. Diese Knolle stammt aus Südamerika und gehört, genau wie die Sonnenblume und Topinambur, zu der Pflanzenfamilie der Korbblütler, welche eine enge Verwandtschaft mit diversen Blattsalaten und Heilkräutern wie Chicorée, Endiviensalat, Löwenzahn, Stevia und Wermut aufweist. Die Yacon Knolle, auch als Inkawurzel Yacon bekannt, ist der für den Verzehr geeignete Teil der Pflanze. Der Name „Yacon“ hat seinen Ursprung in der Quechua-Sprache der Inkas; „Yacu“ bedeutet „Wasser“, was auf den hohen Wasseranteil der Knolle referiert. In der Lebensmittelindustrie findet das „Superfood“ immer mehr Anwendung durch die bedeutenden Eigenschaften der Yacon-Pflanze.

Yacon in der Lebensmittelindustrie

Yacon ist eine natürliche und gesunde Alternative zur Saccharose und der Chicoréewurzel, insbesondere in der Lebensmittelindustrie. Gewonnen wird es aus der Inkawurzel Yacon, auch als Yacon Knolle bekannt. Yacon-Pulver und Yacon-Sirup enthalten Fructooligosaccharide (FOS), die sich durch ihre außerordentliche Hitze- und pH-Stabilität hervorheben.

Gemäß den umfassenden Studien von Bechtold und Almeida et al., sind Fructooligosaccharide aus Yacon bei pH-Werten über drei und Temperaturen bis 140 Grad Celsius stabil. Diese bemerkenswerte Stabilität stellt bei anderen Zutaten oft eine Herausforderung dar, besonders bei niedrigerem pH-Wert und höheren Temperaturen, die zu erheblichen Verlusten führen können. Deswegen wandelt sich das Aussehen des Yacon Sirups und Yacon Pulvers nicht, selbst wenn es hohen Temperaturen ausgesetzt wird.

Daher bietet Yacon eine hohe Flexibilität und Vielfalt in der Verwendung, vor allem in der Lebensmittelindustrie. Die Fähigkeit, sowohl als Fett- als auch Zuckerersatz eingesetzt zu werden, macht Yacon besonders attraktiv für die Entwicklung von neuen, gesunden Lebensmitteln.

Die Geschichte der Yacon-Pflanze

Die Yacon ist eine Pflanze, die ihren Ursprung in den Andenregionen Südamerikas hat, wo sie seit Jahrhunderten angebaut und genutzt wird. Die Yacon-Knolle spielt eine wichtige Rolle in der Ernährung der Einheimischen und wird aus einer Vielzahl von Gründen geschätzt, insbesondere für ihre zahlreichen gesundheitlichen Vorteile. Diese umfassen die Anwendung bei Diabetes, Nieren- und Lebererkrankungen, Verdauungsproblemen und sogar als ein Anti-Aging-Mittel (vgl. Bechtold 2016).

Ungeachtet ihrer langjährigen Verwendung in Südamerika war die Yacon-Pflanze ursprünglich als Novel Food (= neuartige Lebensmittel) eingestuft und Yacon-Produkte wurden vom Markt entfernt, da eine Sicherheitsbewertung fehlte. Dies änderte sich jedoch 2014, als der Novel-Food-Status der Yacon aufgrund ihrer langen Tradition des Anbaus und der Verwendung als Grundnahrungsmittel in den Anden aufgehoben wurde.

Heute existieren wissenschaftlich begleitete Anbauversuche der Yacon-Wurzel in Deutschland an der Universität Hohenheim. Diese Studien haben es geschafft, die Yacon-Knollen, die ursprünglich aus Südamerika kommen, erfolgreich in Deutschland anzubauen. Dies unterstreicht ein globales Interesse daran, exotische Pflanzen wie Yacon, aber auch Amaranth, Quinoa und Chia, erfolgreich in neue Klimazonen zu exportieren (vgl. Graeff-Hönninger 2018).

Darüber hinaus gehören Yacon, zusammen mit Quinoa und Chia, zu den Grundnahrungsmitteln in ihren Ursprungsländern. Ihre wachsende Popularität als „Superfood“ in Industrieländern macht den regionalen Anbau sowohl attraktiv als auch rentabel. Letzteres ist insbesondere für ortsansässige Landwirte von Interesse, die neue alternative Einkommensquellen suchen.

Inhaltsstoffe des Superfoods „Yacon“

Die Yacon-Wurzel, auch bekannt durch Yakonsirup und Yaconpulver, ist nicht nur eine überraschend schmackhafte Knolle, sondern auch eine reiche Quelle für verschiedene Inhaltsstoffe von ernährungsphysiologischem Interesse. Der Gehalt an verschiedenen Nährstoffen kann je nach Sorte, Jahreszeit, Anbau- und Lagerbedingungen variieren, doch hat Yacon generell einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, speziell Fructanen. Diese machen 40 bis 80 Prozent der Trockensubstanz der Wurzel aus und sind gleichermaßen in Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Artischocken, Bananen und Weizen zu finden (vgl. Caetano et al. 2016). Yacon-Pulver, das aus der getrockneten und verarbeiteten Yacon-Knolle hergestellt wird, kann somit als natürlicher, gesunder Zuckerausgleich verwendet werden.

Die Yacon-Knolle enthält auch Inulin, welches in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten vorkommt, darunter Chicorée, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Knoblauch und Topinambur. Tryptophan, eine Aminosäure, die die Basis für die Produktion von Melatonin und Serotonin bildet, ist ebenfalls in der Yacon Knolle in erheblichem Maße vorhanden.

Wenn es um ihren energetischen Wert geht, hat die Yacon vergleichsweise wenige Kalorien, mit nur 20 kcal pro 100 Gramm (vgl. Almeida et al. 2015, Bechtold 2016), dabei liefert sie jedoch relevante Mengen an Kalium und Vitamin C.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Yacon ist ihr hoher Gehalt an Polyphenolen mit antioxidativen Eigenschaften, wie z.B. Quercetin, Kaffeesäure und Ferulasäure sowie Derivate der Kaffeesäure, beispielsweise Chlorogensäure, (vgl. Almeida et al. 2015; Cao et al. 2018). Diese gehen mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen einher.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Gesundheitliche Potenziale für die Darmgesundheit

Yacon ist nicht nur wegen ihres süßen Geschmacks und als natürliche Zuckerquelle beliebt, sondern hat auch mehrere wissenschaftlich erwiesene gesundheitliche Vorteile, insbesondere wenn es um die Darmgesundheit geht. Aus der Yaconwurzel gewonnene Produkte wie Yacon-Syrup und Yacon-Pulver haben positive Auswirkungen auf die Darmgesundheit. Sie wirken gegen Verstopfung, indem sie die Transitzeit verkürzen, die Stuhlfrequenz erhöhen und den Stuhl durch erhöhte Wasserrückhaltung weicher machen, ähnlich den osmotischen Effekten von Abführmitteln (vgl. Cao et al. 2018).

Eine Studie zeigte, dass 20 Gramm Yaconsirup pro Tag, der aus der Yaconknolle gewonnen wird, die Darmtransitzeiten verringerte und die Stuhlfrequenz leicht erhöhte (vgl. Geyer et al. 2008). Diese Wirkung kann auf die hohen Mengen an Fructooligosacchariden im Yacon-Sirup zurückgeführt werden.

Abgesehen von ihren Auswirkungen auf die Verdauung fördert die Einnahme von Yacon-Produkten auch das Wachstum von Bifidobakterien, die das Wachstum von Krankheitserregern hemmen. Zusätzlich fördert die Umwandlung von Fructooligosacchariden in kurzkettige Fettsäuren die Immunantwort (= Reaktion des Immunsystems) und senkt den pH-Wert im Dickdarm, was wiederum die Ausscheidung von Aminen und Ammonium fördert (vgl. Rolim 2015).

Eine langfristige Einnahme von Yacon-Pulver kann sogar die Immunantwort des Darms verbessern, wie eine Studie zeigte (vgl. Vaz-Tostes et al. 2014). Die zwei- bis fünfjährigen übergewichtigen Kindern, die an der Studie teilnahmen, zeigten nach der Einnahme von Yacon-Pulver eine erhöhte Produktion von Interleukin-4 und sekretorischem Immunglobulin A, beides wichtige Faktoren des Immunsystems.

Darüber hinaus hat Yacon-Pulver die Fähigkeit, die Zusammensetzung der Darmflora zu verändern, was zu einer Zunahme von nützlichen Darmbakterien wie Bifidobacterium und einer Abnahme schädlicher Bakterien wie Clostridien und Enterobakterien führt (vgl. de Souza et al. 2015). Dies wiederum kann zu einer verbesserten Darmgesundheit und einer Verringerung von Verdauungsbeschwerden führen.

Interessanterweise hat eine Tierstudie auch gezeigt, dass der getrocknete Extrakt der Yacon die Anzahl von Tumoren und präneoplastischen Läsionen reduziert sowie Zellproliferation und DNA-Schäden reduziert (vgl. Caetano et al. 2016). Dies unterstreicht das hohe gesundheitliche Potenzial dieser faszinierenden Pflanze.

Effektive Unterstützung für Gewichtsregulierung

Das Yacon-Pulver wurde im Rahmen einer sechswöchigen Doppelblindstudie von Machado et al. (2019) zu einer kalorienreduzierten Ernährung hinzugefügt. Diese Studie ergab, dass die Teilnehmer, die das Yacon Pulver erhielten, eine erhöhte Ballaststoffaufnahme verzeichneten und mehr Gewicht und Körperfett verloren, dabei sank ihr Hüft- und Taillenumfang mehr als die der Kontrollgruppe. Auch die Darmfunktion der Testpersonen verbesserte sich. Es ist wichtig zu beachten, dass das Yacon-Pulver im Vergleich zur frischen Yaconknolle den Vorteil hatte, dass die FOS stabil blieben und nicht schnell zu Zucker abgebaut wurden.

Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Yacon-Präparate (8,74 g FOS pro Tag), in den Formen Yacon Syrup und Yacon Pulver, für eine verbesserte Sättigung sorgen können und somit bei der Kontrolle von Übergewicht und der Behandlung von Typ-2-Diabetes hilfreich sind (vgl. Gomes da Silva et al. 2017).

All diese Ergebnisse zeigen, dass Lebensmittel wie Yacon-Syrup und Yacon-Pulver sich als effektive Unterstützung bei der Kontrolle des Körpergewichts eignen könnten. Auch für diejenigen, die daran interessiert sind, eine gesündere Ernährung zu verfolgen, können Yacon-Erzeugnisse verwenden – natürliche Süßungsmittel, welche aus der Yacon-Pflanze gewonnen werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen daran interessiert sind, Yacon zu kaufen.

Effektive Unterstützung für Gewichtsregulierung

Es ist auch wichtig, über mögliche Nebenwirkungen von Yacon Bescheid zu wissen. Während keine toxischen Nebenwirkungen in der Literatur gemeldet wurden, zeigen Studien, dass bei einer Aufnahme von 0,29 Gramm Fruktooligosacchariden pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag Nebenwirkungen wie Durchfall, Blähungen, Übelkeit und Meteorismus auftreten können. Diese Nebenwirkungen scheinen jedoch bei halber Dosierung abzunehmen (vgl. Genta et al. 2009). Es ist auch zu beachten, dass bestimmte Bedingungen wie das Reizdarmsyndrom oder die Fructosemalabsorption die Beschwerden verschlimmern können (vgl. Gunnars 2018).

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann rufen Sie uns gern an (+49 (0) 4763–94584-10) oder nutzen unser Kontaktformular.

Quellen

Almeida, P., Abranches, M.V., Ferreira, C.L. (2015). Yacon (Smallanthus Sonchifolius): A food with multiple functions. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 55, 32–40.

Bechtold, A. (2016). Yacon – „Superfood“ aus den Anden. Ernährungs Umschau.

Caetano, B.F.R., De Moura, N.A., Almeida, A.P.S., et al. (2016). Yacon (Smallanthus sonchifolius) as a food supplement: health-promoting benefits of fructooligosaccharides. Nutrients, 8, 436.

Cao, Y., Ma, Z.F., Zhang, H., Jin, Y., Zhang, Y., Hayford, F. (2018). Phytochemical properties and nutrigenomic implications of yacon as a potential source of prebiotic: current evidence and future directions. Foods, 7(4).

Geyer, M., Monrique, I., Degen, L., et al. (2008). Effect of yacon (Smallanthus sonchifolius) on colonic transit time in healthy volunteers. Digestion, 78, 30–33.

Gomes da Silva, M.F., Dionisio, A.P., Ferreira Carioca, A.A., et al. (2017). Yacon syrup: Food applications and impact on satiety in healthy volunteers. Food Research International, 100, 460–467.

Graeff-Hönninger, S. (2018). Südamerikanisches Superfood – Anbau in Deutschland. DGE – BW-Forum „Superfood“ vom 15.3.2018, Universität Hohenheim.

Rolim, P.M. (2015). Development of prebiotic food products and health benefits. Food Science and Technology, 35, 3–10.

Vaz-Tostes, M.G., Viana, M.L., Brunoro Costa, N.M., et al. (2014). Yacon effects on immune response and nutritional status of iron and zinc in preschool children. Nutrition.

Machado, A.M., Da Silva, N.B.M., Chaves, J.B.P., Alfenas, R.C.G. (2019). Consumption of yacon flour improves body composition and intestinal function in overweight adults: A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Clinical Nutrition ESPEN, 29, 22–29.

Genta, S., Cabrera, W., Habib, N., Pons, J., Carillo, I.M., Grau, A., Sanchez, S. (2009). Yacon syrup: Beneficial effects on obesity and insulin resistance in humans. Clinical Nutrition, 28, 182–187.

Gunnars, K. (2018). Can yacon syrup really help you lose weight? An objective look. www.healthline.com.

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